Altern im ländlichen Raum

Engagierte Studien
zum gesellschaftlichen Wandel

Forschungsfeld

Furtwangen als Prototyp für den ländlichen Raum

Aufgrund ihrer Lage und Historie hat die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Furtwangen eine besondere Bedeutung und zugleich Verantwortung in der Region – dem Hochschwarzwald. Die Stadt Furtwangen liegt im Bregtal zwischen 900 und 1.100 Meter über Meereshöhe. Aber nicht allein diese Topografie und die langen Winter prädestinieren Furtwangen als „Reallabor“ (im Sinne Transformativer Wissenschaft) zur Erforschung von zwei Herausforderungen: den Umgang mit demographischen Verschiebungen und der Frage nachhaltiger Konzepte für das Leben und Altern in ländlichen Regionen.

Soziologie und Regionalwissenschaften

Hierbei kommt mir meine Zeit als Mitarbeiter des Instituts für Regionalwissenschaften am KIT in Karlsruhe von 2008 bis 2014 zugute.  Während dieser Zeit lernte ich grundlegende Konzepte der Raumplanung und Regionalwissenschaften kennen und konnte diese mit der Perspektive der Soziologie verbinden.

Kollaboratives Forschen vor Ort

Als Soziologe mit Interesse an öffentlichen und gemeinsamen Prozessen der Wissensproduktion sind Stadt und Umland ein faszinierendes Forschungsfeld für mich. Meine Forschung ist dabei „in vivo“ – im Dialog mit den Menschen und in der Gesellschaft als Labor – anstatt „in vitro“ (in geschlossenen Laboren). Dialogische Komplizenschaft und kollaboratives Forschen sind zudem Prämissen meiner Auffassung von Öffentlicher Soziologie. Soweit dies möglich ist, bringe ich mich in die konkreten Zukunftsentwicklungen von Stadt und Region ein und leiste dazu meinen Beitrag zur Umwandlung der HFU in eine „öffentliche Hochschule“.

Forschungsprojekte

2013-2016

SONIA

Das Sozialministerium, das Wissenschaftsministerium sowie das Finanz- und Wirtschaftsministerium BW fördern Forschungsprojekte, die untersuchen, wie ältere Menschen durch technische Hilfen unterstützt werden können, d.h. wie Leben und Wohnen durch Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living) seniorenfreundlicher und selbstbestimmter gestaltet werden kann. Eines der mit 600.000 Euro geförderten Projekte ist SONIA – Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich.

Das Verbundvorhaben der Hochschule Furtwangen (Lead), des Fraunhofer ISI Karlsruhe, des Fraunhofer IAO Stuttgart, des Geriatrischen Zentrum der Uni Tübingen sowie des Entwicklungszentrums Gut altwerden GmbH Kirchheim/Teck greift dabei zentrale Fragen und aktuelle technische Entwicklungen im Rahmen eines qualitativen und quantitativen Stadt-Land-Vergleichs auf. Zur Pressemeldung über das Projekt.

Träger: Sozialministerium Baden-Württemberg
Projektstatus: Drittmittelprojekt (Verbundprojekt)